Habe es nun endlich geschafft, MuseScore in aktuellster Version zu installieren. Anscheinend ist es eine Portable Version, denn sie besteht nur aus einer einzigen Datei.
Wie kann ich eine Extra-Musikschriftart wie Sebastian (SMuFL) hinzufügen? Schrift installieren geht ja - aber die Definitionsdatei? Wohin damit?
Notationsprogramm: MuseScore PC-System: Linux Mint Cinnamon
Bei mir ist es umgekehrt: Ich habe zwar schon ziemlich viel mit Linux Mint (auch Cinnamon) gemacht, aber noch wenig mit Musescore. Trotzdem mal ein "Hilfe-Versuch" (ganz von vorne):
1. Du hast bestimmt das sog. AppImage installiert. Dieser einzigen Datei muss man nur erlauben, sie als Programm auszuführen. Sie bringt alles mit, auch die internen Musik-Zeichensätze wie z. B. Leland. Tipp: Ich verwende für AppImages immer das Tool "Gear Lever", dann werden das Programm auch gleich ins Mint-Menü eingetragen. 2. Zusätzliche Musik-Zeichensätze sucht Musescore nicht im Linux-Fontsordner, sondern in 3 ganz bestimmten Ordnern: - Im eigenen home-Verzeichnis (Persönlicher Ordner bzw. ~) unter /Dokumente/MuseScore4/MusicFonts/ - Im SMuFL-Standardpfad für den Benutzer: ~/.local/share/SMuFL/Fonts/ - systemweit unter /usr/share/SMuFL/Fonts/ oder /usr/local/share/SMuFL/Fonts/ Hinweise: Groß-/Kleinschreibung beachten und Ordner mit einem Punkt davor siehst du erst mit dem Befehl Strg+h
In einem der Ordner (nimm am einfachsten den unter "Dokumente", denn der wird meist von Musescore selbst angelegt) mussfür jeden SMuFL-Font ein Ordner liegen, der genauso heißt, wie der Font selbst (Bsp. Leland) In diesen Unterordner gehören dann alle Dateien, die mit dem SMuFL-Font heruntergeladen wurden, mindestens aber die eigentliche Schriftdatei mit Endung otf (xxxxx.otf, darin sind die Symbole) und die zugehörige Metadaten-Datei xxxxx_metadata.json. Das müsste es dann auch schon gewesen sein und Musescore liest beim Start auch diesen neuen Zeichensatz ein. Wenn nicht: bei fehlender json-Datei oder Tippfehlern ignoriert Musescore den Zeichensatz.
Und jetzt viel Erfolg
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Danke für den Versuch. Ich hatte ehrlich gehofft, dass es so einfach ist - aber nein, Fehlanzeige.
Bei mir liegt das Appimage (ja, schon ausführbar) in einem von mir angelegten Ordner namens MuseScore475 in meinem "Persönlichen Ordner" (in dem z.B. auch der Unterordner Bilder liegt).
Hab die Sebastian*.zip in den Musescore457-Ordner kopiert und dort entpackt; es entstand ein Unterordner mit dem Namen Sebastian*... darin liegen alle Dateien, insbesondere auch die von dir genannten. Beim Start von MuseScore sind leider weiterhin nur die intern mitgelieferten Fonts wählbar - von Sebastian keine Spur.
Edit: Spannend: Am Schreibtisch liegt eine Verknüpfung zu MuseScore - diese weist laut "Eigenschaften" auf einen Ort, der gar nicht existiert. Trotzdem funktioniert die Verknüpfung. Den Sebastian-Font habe ich sogar an mehrere der von dir genannten Stellen hinkopiert - dennoch ohne jeden Erfolg.
Notationsprogramm: MuseScore PC-System: Linux Mint Cinnamon
Vergessen hatte ich: In Musescore gibt es unter Bearbeiten > Einstellungen in der linken Spalte die Rubrik "Verzeichnisse". Dort musst du unter "Zeichensätze für musikalische Symbole" den passenden Pfad angeben.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Oho! Das hatte ich selbst irgendwann einmal gewusst, aber wieder vergessen. Sobald ich abends Zuhause bin, probiere ich das gleich aus; es könnte der entscheidende Tipp gewesen sein...
Bericht folgt danach.
Linux ist mir durchaus sympathisch. Aber es macht mich nervös, wenn ich gewisse Dinge erst lange per KI, Forum und Internet suchen muss... Da könnte man noch aufholen in Sachen Benutzerfreundlichkeit.
Notationsprogramm: MuseScore PC-System: Linux Mint Cinnamon
Dann bin ich mal gespannt ... und kann noch ein paar weitere Hinweise nachtragen. Ich habe gerade den ganzen Prozess nochmals durchgespielt. Im Einzelnen:
- Den Font Sebastian heruntergeladen (sebastian-1.35.zip)
- Im Ordner ~/Dokumente/Musescore4/ den Ordner MusicFonts angelegt (da hinein kannst du alle Musik-Zeichensätze speichern, die dich interessieren und die Musescore benutzen kann). In den Einstellungen von Musescore dann diesen Ordner als Verzeichnis für die Musikzeichensätze eingestellt.
- sebastian-1.35.zip entpackt. Dabei entsteht per default ein Ordner sebastian-1.35, in dem einiges an Unter- und Unterunterordnern drin ist. Damit fängt Musescore aber gar nichts an.
- Im MusicFonts-Ordner einen Ordner Sebastian angelegt und da hinein alles aus dem entpackten Zeichensatz kopiert, das die Endungen otf oder json hat (aus allen Ordnern).
- Und Musescore erkennt nun den neuen Zeichensatz (auswählbar unter Formatierung > Stil > Partitur, sowohl Sebastian als auch SebastianText)
Abgeleitete Hinweise:
- Nochmals wie schon in meinem ersten Post: Der Zeichensatzordner muss genau wie der Zeichensatz heißen und mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden (im Beispiel also Sebastian, keine Versionsnummer und auch nicht klein geschrieben wie im entpackten Font). Siehe dazu auch die Auswahl in den Stilen.
- Das übergeordnete Verzeichnis (im Beispiel MusicFonts) und seinen Speicherort kannst du frei wählen, du musst nur die Einstellungen von Musescore anpassen (ich habe testhalber mal den Ordner Sebastian nach ~/Musik/ verschoben und in Musescore auf eben /Musik/ eingestellt. Hat funktioniert).
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Günter, es hat sofort geklappt! Ich danke dir recht herzlich!
Du ahnst nicht, was für eine umständliche und letzten Endes völlig unhilfreiche Antwort ich auf Facebook von Marc Sabatella - m.W. der Hauptentwickler - erhalten habe... Wie froh muss ich sein, dass es dieses unser Forum gibt!
Notationsprogramm: MuseScore PC-System: Linux Mint Cinnamon
Freut mich, dass es geklappt hat. Ich habe auch wieder einiges dazugelernt.
Was Musescore betrifft: Das ist eine lange Geschichte, deshalb in Kürze, was mir bekannt ist: - Begonnen in 2002 von Werner Schweer - Marc Sabatella war an früheren Versionen von Musescore beteiligt und prägt(e) das Programm durch den Community-Kontakt (zahlreiche Kurse, Videos und vor allem das Handbuch "Mastering Musescore") - 2017/2018 übernahm die MuseGroup das Programm und es wird wohl von einer Community weiterentwickelt. Werner Schweer zog sich ab diesem Zeitpunkt schrittweise zurück. - Seit 2023 war Bradley Kunda der ProductOwner, sein Vorgänger war Martin Keary. Kunda schied allerdings in diesem Jahr aus
Mal sehen, wie es weitergeht.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)