Dieses Forum wurde mir von Columbus-Soft empfohlen, um Fragen im Umgang mit PriMus unter Linux zu klären. In diesem Sommer hatte ich das Betriebssystem von Windows 10 auf Linux Mint umgestellt. Zunächst musste ich mich mit der fremden Umgebung anfreunden und mein recht großes Datenvolumen zum Thema Musik ordnen. PriMus Standard benutze ich schon einige Jahre und habe mich recht gut eingearbeitet. Die Software läuft mit Hilfe des Wine-Emulgator. Die normalen Funktionen zur Erstellung eines Notenblattes, ändern und abspeichern funktionieren, soweit ich das beurteilen kann, problemlos. Allerdings funktioniert die Abspielfuktion nur optisch, d. h. das Programm bleibt stumm. Veränderungen an den Einstellungen bei PriMus halfen nicht. Hat jemand eine Idee, dieses Problem zu lösen? Über sachdienliche Ratschläge freue ich mich.
Ich betreibe PriMus schon lange unter Linux. Zur vereinfachten Installation auf meinen vielen Rechnern habe ich dazu eine Scriptsammlung zur Installation geschrieben. Zu finden unter PriMus-On-Mint. Wesentliche Punkte
PriMus wird in einem eigenen Wine-Prefix installiert, sodass andere Wine-Programme nicht kollidieren.
Vernünftige Einrichtung der Dateitypen und Verknüpfungen (Mime & Desttop types)
Kontextmenu in den meisten Dateimanagern: "PriMus -> MP3" und "PriMus -> PDF"
Installiert FluidSynth für korrektes Vorspiel
Auch wenn du PriMus schon installiert hast und die Scripte nicht verwenden willst, findest du darin vielleicht noch hilfreiche Anregungen.
Wenn das Vorspiel nicht hörbar ist, liegt es meist daran, dass kein funktionierender Midi-Soft-Synthesizer installiert ist. (oder nicht korrekt gestartet wird, fluidsynth ist da manchmal etwas widerspenstig).
Um dir dort weiterzuhelfen, bräuchte ich
die genaue Mint-Version (zu finden in /etc/os-release )
Welches Audiosystem bei dir läuft (dafür auf der Kommandozeile inxi -A eingeben und die Ausgabe hier posten)
Ob und wenn ja was du schon an Soft-Synths installiert hast (timidity oder fluidsynth) und ggf soundfonts dazu
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu24.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
ich hatte auch PriMus bereits auf dem PC (in Bottles) und trotzdem nochmals mit bassklampfes Script installiert, habe also jetzt 2 Installationen. Die Script-Version hat allerdings Vorteile: den Programmstart durch Doppelklick auf eine PriMus-Datei und 2 Scripte zur direkten PDF- und MP3-Erstellung aus einer pri-Datei.
Zum Abhören benutze ich Qsynth (grafische Oberfläche für FluidSynth) aus dem Repo von Linux Mint, zusammen mit dem Fluid3_GM.sf2-Soundfont. Das klappt bei beiden installierten PriMus-Versionen bisher ohne Probleme. Wichtig ist nur: Qsynth muss vor (!) PriMus gestartet werden. Dann erscheinen in PriMus unter "Midi-Geräte" die Synth Input Ports und du hörst etwas bei Klick auf den Button "Test".
Viel Erfolg.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.4 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
ich habe nun auch mal wieder reingeschaut und ja, muss man wohl ...
Aber ganz so schlimm scheint die Sache ja nicht zu sein, denn 1. es gibt immer noch Updates (die letzten im März und Juni 2026) 2. der Support funktioniert nach wie vor hervorragend Es scheint also nicht, wie z. B. Finale und Forte, von der Bildfläche zu verschwinden.
Warum ich (jetzt unter Linux) nach wie vor PriMus verwende? 1. die Tatsache, verschiedene Musikstücke, zusammen mit freien Textabsätzen und Bildern/Grafiken, in einer Datei zu haben 2. das geradezu genial einfache Layout 3. und wie oben schon genannt der Support
Warum ich trotzdem Musescore habe, das es ja sogar in einer nativen Linux-Version gibt? Eigentlich nur aus einem Grund, nämlich die mscz-Dateien im Internet: herunterladen - in Musescore öffnen - als MusicXML exportieren - in PriMus weiterbearbeiten. Das klappt bisher sehr gut.
Zugegeben: PriMus steht schon sehr lange auf derselben Versionsnummer. Mir ist es aber wichtiger, dass es für meine Zwecke taugt, ich schnell Unterstützung bei Fragen bekomme und gemeldete Fehler behoben werden. Und es ist auch kein Nachteil, dass das Programm in Deutschland entwickelt wurde.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.4 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Zitat von acco-boy im Beitrag #5Warum ich (jetzt unter Linux) nach wie vor PriMus verwende? 1. die Tatsache, verschiedene Musikstücke, zusammen mit freien Textabsätzen und Bildern/Grafiken, in einer Datei zu haben 2. das geradezu genial einfache Layout
Dem kann ich nur absolut beipflichten. Ich mache zweimal im Jahr ein Liederheft für ein Familien-Musikwochenende, und die Gestaltung macht mit PriMus echt Spaß.
Hier ein Beispiel : Beispiel.png - Bild entfernt (keine Rechte) (in Ausschnitten. Ich hoffe, ich habe es hinreichend runtergerechnet, dass das Bild nicht wieder wegen möglicher Copyright-Verstöße gelöscht wird)
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu24.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
Man sieht nicht immer alles auf den ersten Blick. Deshalb mal zwei einfachere Beispiele:
1. Drei Lieder auf einer Seite (es dürfen natürlich auch 2 Seiten sein), jedes in einer anderen Rastralgröße und mit unterschiedlichen Einzügen links und rechts. 2. Ein Übungsblatt mit einem vorangestellten großen Beispiel und mit einer Erklärung, worauf es ankommt.
Und das ohne Umwege über andere Programme. Ich habe das in Musescore bisher jedenfalls nicht ordentlich hinbekommen ... oder ich war zu ungeduldig.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.4 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
Zitat von Klaus im Beitrag #7Also ich sehe hier eigentlich nichts, was MuseScore nicht ebenfalls könnte.
Da lehnt sich aber jemand weit aus dem Fenster
Bitte mit Musescore (und NUR mit Musescore) nachmachen. Gerne mit Lore-Ipsum-Liedern und Placebo-Grafiken. Aber: - Mehrere Lieder mit jeweils eigenem Titel, Tempo, Tonart und Instrumentierung/Stimmen in einem Dokument. - Titel in diese Gestaltung (Vorgabe: Linie oben und unten! Und bitte NICHT von Hand gezeichnete Linien, die man bei jeder Verschiebung nachkorrigieren muss) - Individuelle Abstände Titel-Noten und Notenzeile-Notenzeile - Automatischer und Manueller Umbruch - Bilder, die von den Noten umflossen werden - Bilder, die hinter den Noten liegen - Frei platzierte Texte - Ganzseitige Titelgrafikseite ohne Noten (In dem Beispiel nicht enthalten)
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu24.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2
Bitte mir ein paar weiche Matratzen unter das Fenster zu legen...
Alles davon geht mit MuseScore nicht, stimmt. Aber doch das meiste...
Derzeit nicht möglich ist ein Titel mit Rahmenlinie oben und unten (aber nicht seitlich). Ebenso nicht möglich ist eine ganzseitige Titelgrafikseite ohne Noten. Die anderen Dinge bekommt man hin.
Noch leichter wird es, wenn man pro Stück eine eigene Datei anlegt, nach PDF exportiert und am Ende die PDFs zusammenhängt. Ist das ein großer Nachteil gegenüber einem einzigen Dokument?
An MuseScore schätze ich die Möglichkeit, aus verschiedenen Notenschriftarten wählen zu können. Geht das auch in PriMus inzwischen?
Notationsprogramme: MuseScore, Sibelius|First PC-System: Windows 11 (64 Bit)
Zitat von Klaus im Beitrag #10Bitte mir ein paar weiche Matratzen unter das Fenster zu legen...
Ich schau mal was ich finde...
Zitat von Klaus im Beitrag #10Noch leichter wird es, wenn man pro Stück eine eigene Datei anlegt, nach PDF exportiert und am Ende die PDFs zusammenhängt. Ist das ein großer Nachteil gegenüber einem einzigen Dokument?
Das hilft spätestens dann nicht mehr, wenn die Stücke über mehrere Seiten fließen.
Seite 1 : Stück 1 ganz und Anfang von Stück 2 Seite 2 : Ende von Stück 2 und Stück 3 ganz.
In PriMus kann man Stück 2 Takt und Zeilenweise von einer Seite auf die andere Umbrechen, bis es ein gefälliges/spielbares Layout ergibt. Bei der Methode Datei pro Stück und PDF wäre das ein grauseliges Versuch und Irrtum.
Musik: Notensatz&Musizieren&Recording@Jazz,Rock,Chor@Bass,Gitarre,Gesang. Soft: Aktuell : PriMusPublisher, PdfToMusic, CapalleScan8, Transcribe, Ardour (+MuseScore, Audacity, u.v.a.m.) Früher: GuitarPro(1…6), Capella(1…6), TuxGuitar, CakeWalk, … Prog: Lua, C++, Perl, Bash, ... HW: i7-8086K, 32GB-Ram, 2x1TB SSD + 2x4TB HD BS: xubuntu24.04LTS (Früher auch W7x64, W10 hat bei mir Hausverbot) Sound: Allen &Heath QU16, Focusrite Scarlett 2i2