Liebes Forum ich "verzeifle" daran, nachträglich Triolen zu setzen. Ich habe gescannte MusicXMLs, bei denen viele Triolen fehlen. Marlieren und Triole setzen erzeugt für jede Note Triolen. Ein Online gefundenes Rezept ist unfassbar komliziert: gibt es da eine einfache Möglichkeit?
Hallo Daniel, zuerst bin ich ein wenig "verwirrt": du schreibst im Musescore-Unterforum, hast aber in deiner Signatur "Primus Publisher" als Programm angegeben. Da es mit PriMus als Auswahlfunktion geht, nehme ich aber an, du meinst Musescore. Eine vergleichbare Funktion gibt es in Musescore leider nicht. Ich sehe also nur folgende Möglichkeit: Noten markieren (evtl. vorher sogar Länge verdoppeln), dann Triole (STRG+3) wählen Es entsteht eine Triole mit zwei Pausen, die dann mit Noteneingabe überschrieben werden müssen. Es scheint also viel Arbeit.
Deshalb mal eine andere Idee: MusicXML kann man doch auch in PriMus laden Dort dann die Triolen erzeugen und das Stück wieder als MusicXML exportieren
Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg. Wenn ich falsch liege oder dir anderweitig helfen kann, lass es mich wissen.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
vielen Dak für Deine Rückmeldung. Zunächst zur Auflösung der Verwirrung: ich verwende tatsächlich PriMus - und da ist es ja ein Leichtes, das "Problem" zu lösen.
Hier der Klassiker "ich frage für einen Freund" Ein Chor möchte mit Freeware/Open Source den Notenschatz digitalisieren und ich helfe bei der Auswahl und Bedienung der Software. Zum Notenerkennen teste ich Audiveris und als Notensatzprogramm ist Musescore erste Wahl. Nun war ich eben verdutzt, wie kompliziert das nachträgliche Triolen-Setzen in Musescore zu sein scheint. Ich frage mich sogar, für welchen Zweck das momentane Verhalten von Musescore nach Markieren mehrerer Noten und dann setzen der Triole gedacht ist?
Der Umweg über PriMus ist klar - nur wie gesagt suche ich eine Vorgehensweise für jemanden, der kein PriMus hat.
Zum Thema "Notenblätter scannen": Das habe ich schon vor vielen Jahren nach einem Versuch mit Audiveris ad acta gelegt. Das Ergebnis war furchtbar und die Fehlersuche und -korrektur dauerte länger als die komplette Neueingabe (bei mir immer Step mit Keyboard). Eine andere (teure) Scan-Software wollte ich mir für meinen geringen Bedarf nicht leisten.
Mein derzeitiger Informationsstand zu kostenlosen Möglichkeiten: 1. PDF-Import direkt in Musescore: geht über den "Shop" von Musescore (musescore.com) und im Hintergrund werkelt auch Audiveris. 2. Audiveris: habe ich mir gerade nochmals angeschaut (ich bin ja jetzt unter Linux unterwegs). Es gibt immer noch genügend Fehler, aber Achtel-Triolen wurden erkannt. Frage: warum bei der Chorvorlage nicht? 3. Quickstave (https://www.quickstave.com/): Tool im Browser, das aber OMR auf dem lokalen Rechner ausführt. Soll kostenlos sein, aber beim Versuch, XML zu exportieren erschien plötzlich ein "Pro". Kostenlos also wohl nur, wenn mit der Online-Noten-Software des gleichen Anbieters weitergearbeitet wird. Ergebnis für mich ebenfalls nicht überzeugend.
Ich werde also meine Noten nach wie vor selbst eingeben. Aber falls jemand den ultimativen Tipp hat: dafür interessiere ich mich auch.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
meine Tests mit Audiveris sind bisher auch eher "gemischt": bei exzellenter Vorlage recht gut, sonst durchwachsen. Bei mir fehlten auch nur vereinzelt Triolen .... Mal schauen, ob noch jemand tolle Tipps hat - sowohl für das ursprüngliche Thema, als auchfür das Scannen
Noch ein ganz anderer Gedanke (gehört hier nicht direkt dazu, würde mich aber interessieren): Als "digitale Ablage" brauche ich doch eigentlich nur PDFs (MusicXML nur, wenn ich die Noten auch bearbeiten möchte). Wie ist das denn in dem von dir geschilderten Fall des Chors?
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
ein Wunsch in dem Chor ist, die Noten auch zu bearbeiten: z.B. gibt es viele Noten mit mehreren Stimmen pro Notenzeile, die gerne auf einzelne Notenzeilen aufgeteilt werden. Ein zweiter Wunsch ist das üben am PC - da bietet sich MuseScore (MusicXML) an.
OK, verstanden. Dann bleibt es spannend, was weitere Tipps anbelangt.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)
ich nochmals. Ich kenne jetzt das "Online gefundene Rezept", das du erwähnt hast, nicht, deshalb nochmals ein Versuch (ist natürlich abhängig von der Anzahl der Triolen im Stück, weil er auch nicht ohne "Handarbeit" geht). Folgendes hat bei mir funktioniert: - Einmal eine Triole "bearbeiten", d. h. Notenwert verdoppeln, dann zur "Triole" machen und die beiden Pausen in Noten wandeln. Alternativ: eine Triole neu setzen, z. B. ans Ende des Stücks. Hinweis: beides ist nicht notwendig, wenn schon eine von der Dauer passende Triole da ist. - Diese Triole markieren und kopieren. - Dann kann sie anstelle einer gleichartigen Notendauer eingefügt werden (Bsp. Achteltriole für zwei Achtelnoten, auch eine Viertelnote). Anschließend evtl. noch Tonhöhen anpassen. - Wichtig beim Ersetzen: die Note auf der entsprechenden Zählzeit mit Mausklick+halten quasi "markieren". Es wird dann ab hier die für die Triole geltende Gesamtdauer ersetzt, der Rest dann angepasst (Bsp.: Achteltriole auf Halbenote ergibt die Triole + Viertelnote.
Klingt komplizierter und aufwendiger, als es ist. Allerdings hängt natürlich alles stark von den Noten ab. Bei mehreren Stimmen in einem System kann auch die Zuordnung falsch sein.
Gruß Günter
Programme: PriMus Publisher 1.1|MuseScore Studio 4.7.5 Betriebssystem: Linux Mint 22.3 Musik: Notensatz (generell) und Akkordeon (von Solo bis Orchester und von E- bis U-Musik)